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free-Befehle: Arbeitsspeicher im Terminal anzeigen

free zeigt auf einen Blick, wie viel Arbeitsspeicher ein Linux-System belegt und wie viel noch verfügbar ist. Das Kommando gehört zur Basisausstattung und liefert die Zahlen, die auch Monitoring-Tools auswerten.

Einfache Ausgabe

free -h

Mit -h (human readable) zeigt free die Werte in Megabyte und Gigabyte statt in Bytes. Die Ausgabe enthält die Zeilen Mem (physischer RAM) und Swap (Auslagerungsspeicher, siehe Swap).

Die Spalten verstehen

  • total – gesamter installierter Speicher
  • used – tatsächlich belegter Speicher
  • free – völlig ungenutzter Speicher
  • buff/cache – Puffer und Cache-Speicher, der bei Bedarf freigegeben wird
  • available – real verfügbarer Speicher für neue Anwendungen

Nützliche Optionen

free -m    # Ausgabe in Megabyte
free -s 2  # alle 2 Sekunden aktualisieren
free -t    # Summenzeile am Ende

Verwandte Themen

Speicherfressende Prozesse finden Sie mit den ps-, top- und kill-Befehlen. Grundlagen zu Prozessen erklärt der Artikel Process, zur Systemlast Load Average und Uptime. Alles läuft unter Linux.

uname-Befehle: Systeminformationen im Terminal abrufen

uname (unix name) zeigt grundlegende Systeminformationen: den Kernel-Namen, die Versionsnummer, den Hostnamen und die Prozessor-Architektur. Damit lässt sich schnell herausfinden, welches System auf einem Server läuft.

Alles auf einen Blick

uname -a

Die Option -a (all) gibt sämtliche Informationen aus. Wer einzelne Werte braucht, nutzt gezielte Optionen:

  • uname -s – Kernel-Name (meist Linux)
  • uname -n – Hostname des Rechners
  • uname -r – Kernel-Release (Versionsnummer)
  • uname -m – Maschinen-Architektur, z.B. x86_64 oder aarch64
  • uname -o – Betriebssystem-Name (siehe Operating System)

Praxis: Architektur prüfen

uname -m

Die Ausgabe verrät, ob ein 64-Bit- oder ARM-System vorliegt – wichtig für die Wahl der richtigen Pakete und Software. Details zur CPU liefert lscpu.

Verwandte Themen

Der Kernel ist das Herzstück, siehe Kernel. Welche Distribution konkret läuft (z.B. Debian oder Fedora), sagt uname nicht – dafür sind Dateien wie /etc/os-release zuständig. Grundlagen der Bash helfen beim Auswerten in Skripten; alles läuft unter Linux.

apt-Befehle: Paketverwaltung für Debian und Ubuntu

apt ist der Paketmanager für Debian-basierte Distributionen wie Debian selbst und Ubuntu. Er verwaltet Software-Pakete, bindet Repositories an und löst Abhängigkeiten automatisch auf. Damit ist apt das zentrale Werkzeug, um Programme auf einem Debian-System zu installieren, zu aktualisieren und zu entfernen.

Grundlagen: apt und der Paketbaum

apt arbeitet auf einem Package-Manager-Modell: Aus Repositories werden Pakete geladen, die der Kernel und die Shell ergänzen. Jedes Paket beschreibt sich selbst mit Name, Version und Abhängigkeiten zu anderen Paketen. apt löst diese Abhängigkeiten automatisch auf.

Wichtige apt-Befehle

sudo apt update                  # Paketlisten aus allen Repositories aktualisieren
sudo apt upgrade                 # alle installierten Pakete aktualisieren
sudo apt install paketname       # Paket installieren (inkl. Abhängigkeiten)
sudo apt remove paketname        # Paket entfernen (Konfiguration bleibt)
sudo apt purge paketname         # Paket inkl. Konfiguration entfernen
sudo apt autoremove              # nicht mehr benötigte Abhängigkeiten löschen
apt search suchbegriff           # in den Paketlisten suchen
apt show paketname               # Details zu einem Paket anzeigen

apt-get und die klassischen Werkzeuge

Neben apt existiert der ältere Befehl apt-get, der dieselben Aufgaben übernimmt und sich besonders in Skripten großer Beliebtheit erfreut. Gemeinsam mit apt-cache (Suche und Paket-Informationen) bildet er die klassische Werkzeugkette. Das moderne apt fasst beide zusammen und bietet Fortschrittsanzeigen und ein klareres Ausgabeformat.

Repositories verwalten

Die Paketquellen stehen in /etc/apt/sources.list und /etc/apt/sources.list.d/. Neue Quellen ergänzt man manuell oder über den Befehl add-apt-repository. Nach jeder Änderung muss sudo apt update laufen, damit die Listen aktuell sind.

Praxis-Tipps

  • Kombiniere update und upgrade regelmäßig, um Sicherheitslücken zu schließen.
  • Mit sudo apt dist-upgrade werden auch Abhängigkeitsänderungen bei größeren Updates berücksichtigt.
  • Prüfe vor Installationen mit apt show, ob das gewünschte Paket auch wirklich aus einer offiziellen Quelle stammt.
  • Das Programm läuft auf Debian, Ubuntu und weiteren darauf basierenden Distributionen.

Verwandte Grundlagen: dnf-Befehle (Fedora/RHEL) und Bash-Befehle.

dnf-Befehle: Paketverwaltung für Fedora und RHEL

dnf ist der Paketmanager für Fedora und Red-Hat-basierte Distributionen wie RHEL, CentOS Stream und Rocky Linux. Er ist der Nachfolger von yum und bietet dieselbe Funktionalität mit besserer Performance, klarerer Abhängigkeitsauflösung und einer modernen Python-Architektur.

Grundlagen: dnf und RPM

dnf arbeitet auf der Paketbasis von RPM-Dateien und verwaltet diese über einen Package-Manager und Repositories. Wie bei apt löst dnf Abhängigkeiten automatisch auf und sorgt dafür, dass beim Installieren eines Pakets alle benötigten Bibliotheken mitkommen.

Wichtige dnf-Befehle

sudo dnf check-update           # verfügbare Updates anzeigen
sudo dnf update                 # alle Pakete auf den neuesten Stand bringen
sudo dnf install paketname      # Paket installieren
sudo dnf remove paketname       # Paket entfernen
sudo dnf search suchbegriff     # in den Paketlisten suchen
sudo dnf info paketname         # Details anzeigen
sudo dnf autoremove             # überflüssige Abhängigkeiten entfernen

Gruppen und Module

Mit sudo dnf groupinstall "Entwickler-Werkzeuge" lassen sich ganze Paketgruppen auf einmal installieren. Fedora und RHEL unterstützen außerdem Module: sudo dnf module list zeigt verfügbare Software-Streams (z.B. eine bestimmte Node.js-Version), sudo dnf module enable aktiviert einen Stream.

Verlauf und Repositories

Über sudo dnf history siehst du alle bisherigen Transaktionen und kannst sie mit sudo dnf history undo <nr> rückgängig machen. dnf repolist zeigt die aktiven Repositories; eigene Quellen legst du als .repo-Dateien unter /etc/yum.repos.d/ an.

Praxis-Tipps

  • Vor größeren Updates hilft sudo dnf check-update, um den Umfang abzuschätzen.
  • Ältere yum-Befehle funktionieren meist als Alias weiter, offiziell ist dnf der Standard.
  • Mit dnf provides <datei> findest du heraus, welches Paket eine bestimmte Datei bereitstellt.
  • dnf ist der Paketmanager von Fedora und RHEL-basierten Distributionen.

Verwandte Grundlagen: apt-Befehle (Debian/Ubuntu) und Bash-Befehle.

docker-compose-Befehle: Mehrere Container im Stack verwalten

Docker Compose definiert und startet mehrere Docker-Container als einen gemeinsamen Stack. Statt einzelne Container per docker run zu starten, beschreibst du den gesamten Aufbau in einer docker-compose.yml-Datei — von Diensten über Netzwerke bis zu Volumes. Ein einziger Befehl bringt dann die komplette Anwendung hoch.

Grundlagen: Services, Netzwerke, Volumes

In der YAML-Datei definieren services die Container eines Stacks: Bilder, Ports, Umgebungsvariablen und Abhängigkeiten. networks verbinden die Dienste untereinander, volumes machen Daten dauerhaft. Compose ergänzt damit die klassische Docker-Befehlsreferenz um die Orchestrierungsebene.

Wichtige Compose-Befehle

docker compose up -d            # Stack starten (im Hintergrund)
docker compose down             # Stack stoppen (Container + Netzwerk)
docker compose ps               # Status aller Dienste
docker compose logs -f          # Logs aller Container live verfolgen
docker compose exec dienst cmd  # Befehl in laufendem Container ausführen
docker compose build            # Images neu bauen
docker compose pull             # Bilder aus der Registry ziehen
docker compose restart          # Dienste neu starten

Praxis-Workflow

Nach Änderungen an der Compose-Datei startest du mit docker compose up -d nur die betroffenen Dienste neu — Compose erkennt die Unterschiede selbst. Mit docker compose config lässt sich die vollständig aufgelöste Konfiguration prüfen. Für Tests hilft docker compose run --rm dienst kommando, das einen Einmal-Container ohne dauerhafte Änderungen startet.

Praxis-Tipps

  • Unterschiede zwischen bestehendem und neuem Stand zeigt docker compose diff.
  • Compose-Dateien heißen standardmäßig docker-compose.yml oder compose.yaml.
  • Mit mehreren Compose-Projekten im selben Verzeichnis die -p-Option nutzen, um Projekte getrennt zu halten.
  • Für produktive Stacks gehören Umgebungsvariablen in eine .env-Datei statt in die YAML.

Verwandte Grundlagen: Docker-Befehle, kubectl-Befehle und Kubernetes.

  1. man-Befehle: Handbuchseiten im Terminal lesen
  2. less-Befehle: Dateien seitenweise anzeigen
  3. more-Befehle: Der klassische Seitenwechsler
  4. cat-Befehle: Dateien anzeigen und verketten

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