Fedora ist eine moderne Linux-Distribution, die von einer aktiven Community entwickelt und von Red Hat (IBM) gesponsert wird. Ihre besondere Rolle: Fedora ist Upstream von Red Hat Enterprise Linux (RHEL). Neue Technologien werden zuerst in Fedora erprobt und wandern später in das kommerzielle Enterprise-System.
Release-Zyklus
Fedora folgt einem schnellen Takt von etwa sechs Monaten pro Release. Jede Version wird rund 13 Monate unterstützt, sodass immer die nächste Version schon in den Startlöchern steht. Aktuell ist Fedora 44 (Frühjahr 2026). Die Edition Workstation mit der GNOME-Oberfläche ist der bekannteste Einstieg, daneben gibt es Fedora Server, Fedora IoT und spezielle Spins (KDE, Xfce und weitere).
Technik: modern und konsequent
- Paketverwaltung: Fedora nutzt das RPM-Format und dnf als Paketmanager — Werkzeuge, die auch in RHEL und SUSE-Umgebungen zu Hause sind.
- SELinux: Ist standardmäßig aktiv und erzwingt feingranulare Zugriffskontrollen auf Prozessebene.
- Aktuelle Standards: Fedora führte früh systemd als Init-System, Wayland und PipeWire ein — häufig lange bevor andere Distributionen nachzogen.
- Immutable Varianten: Mit Fedora Silverblue und Kinoite gibt es ausrollbare Systeme, bei denen das Basissystem schreibgeschützt ist und Anwendungen in Containern laufen.
Fedora im Vergleich zu Debian
Wo Debian maximale Stabilität über lange Zyklen stellt, bringt Fedora die neuesten Kernel- und Desktop-Funktionen schnell zu den Nutzern. Wer aktuellste Technik mit zuverlässiger Wartung verbinden will und regelmäßige Updates nicht scheut, ist mit Fedora gut bedient. Grundlage bleibt in beiden Fällen der Kernel.
Dienste im Hintergrund laufen bei Fedora als Daemon-Prozesse unter der Kontrolle von systemd. Die meiste Software ist als Open Source frei verfügbar.