dnf ist der Paketmanager für Fedora und Red-Hat-basierte Distributionen wie RHEL, CentOS Stream und Rocky Linux. Er ist der Nachfolger von yum und bietet dieselbe Funktionalität mit besserer Performance, klarerer Abhängigkeitsauflösung und einer modernen Python-Architektur.

Grundlagen: dnf und RPM

dnf arbeitet auf der Paketbasis von RPM-Dateien und verwaltet diese über einen Package-Manager und Repositories. Wie bei apt löst dnf Abhängigkeiten automatisch auf und sorgt dafür, dass beim Installieren eines Pakets alle benötigten Bibliotheken mitkommen.

Wichtige dnf-Befehle

sudo dnf check-update           # verfügbare Updates anzeigen
sudo dnf update                 # alle Pakete auf den neuesten Stand bringen
sudo dnf install paketname      # Paket installieren
sudo dnf remove paketname       # Paket entfernen
sudo dnf search suchbegriff     # in den Paketlisten suchen
sudo dnf info paketname         # Details anzeigen
sudo dnf autoremove             # überflüssige Abhängigkeiten entfernen

Gruppen und Module

Mit sudo dnf groupinstall "Entwickler-Werkzeuge" lassen sich ganze Paketgruppen auf einmal installieren. Fedora und RHEL unterstützen außerdem Module: sudo dnf module list zeigt verfügbare Software-Streams (z.B. eine bestimmte Node.js-Version), sudo dnf module enable aktiviert einen Stream.

Verlauf und Repositories

Über sudo dnf history siehst du alle bisherigen Transaktionen und kannst sie mit sudo dnf history undo <nr> rückgängig machen. dnf repolist zeigt die aktiven Repositories; eigene Quellen legst du als .repo-Dateien unter /etc/yum.repos.d/ an.

Praxis-Tipps

  • Vor größeren Updates hilft sudo dnf check-update, um den Umfang abzuschätzen.
  • Ältere yum-Befehle funktionieren meist als Alias weiter, offiziell ist dnf der Standard.
  • Mit dnf provides <datei> findest du heraus, welches Paket eine bestimmte Datei bereitstellt.
  • dnf ist der Paketmanager von Fedora und RHEL-basierten Distributionen.

Verwandte Grundlagen: apt-Befehle (Debian/Ubuntu) und Bash-Befehle.