Variable nennt man einen benannten Speicherplatz in einem Programm. Sie hält einen Wert — eine Zahl, einen Text, ein Objekt — und macht ihn über einen Namen ansprechbar. Statt überall 42 zu schreiben, vergibt man einen Namen wie antwort und kann den Wert später ändern. Genau das unterscheidet sie von einer Konstante.

Deklaration und Zuweisung

Je nach Sprache wird eine Variable mit oder ohne Typangabe angelegt. In Python genügt die Zuweisung:

name = "Ada"
alter = 36
alter = alter + 1   # jetzt 37

In JavaScript und PHP beginnt die Deklaration mit einem Schlüsselwort:

let name = "Ada";   // JavaScript
const pi = 3.14;    // Konstante

Datentypen

Jeder Wert hat einen Datentyp: String für Text, Boolean für wahr/falsch, Zahlen für Rechnungen. In statisch typisierten Sprachen wie Java oder TypeScript legt man den Typ bei der Deklaration fest:

int alter = 36;
string name = "Ada";

In dynamisch typisierten Sprachen entscheidet der zugewiesene Wert über den Typ — eine Variable kann also erst eine Zahl und später einen Text enthalten, was bequem, aber fehleranfällig ist.

Namensregeln und Scope

Variablennamen sind frei wählbar, müssen aber Regeln folgen: Sie beginnen meist mit einem Buchstaben oder Unterstrich, dürfen keine Leerzeichen enthalten und keine reservierten Schlüsselwörter sein. Üblich sind beschreibende Namen wie benutzername oder anzahl_versuche.

Der Gültigkeitsbereich (Scope) bestimmt, wo eine Variable sichtbar ist. Eine Variable innerhalb einer Funktion ist von außen nicht erreichbar; globale Variablen dagegen überall. Saubere Scopes machen Code vorhersehbarer und verhindern Seiteneffekte.

Verwandte Grundlagen: Datentyp, String, Boolean, Null, Konstante, Operator, Lambda, Iterator.