Syntax ist die Menge der Regeln, nach denen der Code einer Programmiersprache aufgebaut sein muss. Sie entspricht der Grammatik einer natürlichen Sprache: Ein Satz wie „Hund der bellt" klingt falsch, obwohl die Wörter bekannt sind — genauso lehnt ein Compiler Code ab, der gegen die Syntax der Sprache verstößt.
Was die Syntax festlegt
- Wie Anweisungen beginnen und enden (Semikolon in C und JavaScript, Zeilenumbruch in Python)
- Wie Blöcke gekennzeichnet werden (geschweifte Klammern
{}in Java, Einrückung in Python) - Wie Kommentare geschrieben werden (
//,#,/* */) - Wie Variablen, Klassen und Funktionen deklariert werden
- Wie Operatoren und Ausdrücke gebildet werden
Korrekt und fehlerhaft
In Python ist die Einrückung Teil der Syntax. Dieser Code ist korrekt:
def gruesse(name):
print("Hallo " + name)
Dieser Code bricht die Syntaxregeln und führt zu einem SyntaxError:
def gruesse(name):
print("Hallo " + name) # Einrückung fehlt!
Syntax und Semantik
Syntax beschreibt die Form, Semantik die Bedeutung. Ein Ausdruck kann syntaktisch korrekt, aber semantisch unsinnig sein: 10 / "Apfel" ist in vielen Sprachen formal gültig, führt aber zur Laufzeit zu einem Fehler, weil die Division durch einen Text keinen Sinn ergibt.
Syntaxfehler finden
Compiler und Interpreter melden Syntaxfehler meist mit Zeilennummer, bevor das Programm überhaupt läuft. Ein guter Parser zerlegt den Quelltext dabei Schritt für Schritt und erkennt, wo die Regeln verletzt wurden. Moderne Editoren markieren solche Fehler direkt beim Tippen — das erspart das mühsame Suchen zur Laufzeit.
Verwandte Grundlagen: Parser, Datentyp, Operator, Variable, Konstante, Boolean.