Boolean (auch bool, deutsch „Wahrheitswert“) ist ein Datentyp mit genau zwei möglichen Werten: true (wahr) und false (falsch). Benannt ist er nach dem Mathematiker George Boole, der die Algebra der Logik entwickelte. Booleans sind die Grundlage jeder Entscheidung im Programm: Bedingungen, Schleifen und Vergleiche liefern am Ende immer einen Wahrheitswert.

Wozu braucht man Booleans?

  • Bedingungen: if (istEingeloggt) { ... } — je nach Wert wird ein Code-Zweig ausgeführt.
  • Schleifen: while (dateiOffen) { ... } — läuft, solange der Zustand wahr ist.
  • Flags und Zustände: istBereit, hatFehler, aktiviert — einfache Ja/Nein-Informationen.
  • Logische Verknüpfungen: UND (&&), ODER (||), NICHT (!) kombinieren mehrere Bedingungen.

Vergleiche liefern Booleans

alter >= 18        // true, wenn alter 18 oder mehr
name == "Michael"  // true bei exakter Übereinstimmung
istFertig == false // NICHT-Verknüpfung

Booleans in der Praxis

// Java / C# / C++
boolean istAktiv = true;
if (istAktiv) { System.out.println("Läuft"); }

// Python (True/False mit Großbuchstaben)
ist_aktiv = True
if ist_aktiv:
    print("Läuft")

// JavaScript
const istAktiv = true;
if (istAktiv) { console.log("Läuft"); }

Typische Fehler

  • Vergleich mit = statt ==: = weist zu, == vergleicht. In C ist if (x = 5) ein Klassiker-Fehler.
  • Überflüssige Vergleiche: if (istAktiv == true) — einfacher ist if (istAktiv).
  • In manchen Sprachen zählt 0 als falsch und alles andere als wahr — das führt zu subtilen Fehlern bei Zahlenprüfungen.

Verwandte Grundlagen: Datentyp, Konstante, Algorithmus.