Konstante (englisch constant) ist ein benannter Speicherplatz in einem Programm, dessen Wert nach der Festlegung nicht mehr verändert werden darf. Während eine Variable ihren Wert im Laufe des Programms ändern kann, bleibt eine Konstante über die gesamte Laufzeit gleich.

Warum Konstanten nutzen?

  • Lesbarkeit: Ein Name wie MAX_LOGIN_ATTEMPTS sagt mehr als die nackte Zahl 5.
  • Wartbarkeit: Muss der Wert sich ändern, gibt es genau eine Stelle.
  • Fehlerschutz: Der Compiler oder die Laufzeitumgebung verhindert versehentliches Überschreiben.

Konstanten in verschiedenen Sprachen

// C und C++: #define oder const
#define PI 3.14159
const int PORT = 8080;

// Java
final int PORT = 8080;

// Python: Konvention GROSSBUCHSTABEN (nicht erzwingbar)
MAX_LOGIN_ATTEMPTS = 5

// JavaScript (ES6)
const PORT = 8080;

Konstante vs. Variable

Die Variable ist der allgemeine Fall: Speicherplatz mit veränderbarem Wert. Die Konstante ist die bewusste Einschränkung darauf, dass ein Wert fest bleibt. Viele Sprachen unterscheiden auch zwischen Kompilierzeit-Konstanten (bereits beim Übersetzen bekannt) und Laufzeit-Konstanten (werden einmal beim Start gesetzt).

Praxis-Tipps

  • Werte, die sich nie ändern sollen (Ports, Pfade, Farben, Limit-Zahlen), als Konstante anlegen.
  • In Python ist die Großschreibung nur Konvention — sie schützt nicht vor Überschreiben, die Disziplin liegt beim Entwickler.
  • Magische Zahlen im Code (z. B. 86400 für Sekunden pro Tag) durch benannte Konstanten ersetzen.

Verwandte Grundlagen: Datentyp, Boolean, Python-Befehle.