Operator nennt man in der Programmierung ein Symbol oder ein Schlüsselwort, das eine Operation auf Werten ausführt. 2 + 3 ist zum Beispiel ein Ausdruck: Das Pluszeichen ist der Operator, die Zahlen sind die Operanden. Ohne Operatoren könnte ein Programm keine Berechnungen durchführen, keine Vergleiche anstellen und keine Bedingungen prüfen.

Die wichtigsten Operator-Gruppen

Arithmetische Operatoren

Sie rechnen mit Zahlen: + (Addition), - (Subtraktion), * (Multiplikation), / (Division) und % (Modulo, der Rest einer Division). In Python:

a = 17
b = 5
print(a + b)   # 22
print(a % b)   # 2, weil 17 / 5 = 3 Rest 2

Vergleichsoperatoren

Sie vergleichen zwei Werte und liefern einen Boolean: == (gleich), != (ungleich), <, >, <=, >=.

if alter >= 18:
    print("Volljährig")

Logische Operatoren

Sie verknüpfen Bedingungen: && (UND, in Python and), || (ODER, in Python or), ! (NICHT, in Python not).

if anmeldung and passwort_richtig:
    print("Login erlaubt")

Zuweisungsoperatoren

= weist einer Variable einen Wert zu. Kurzformen wie += kombinieren Rechnung und Zuweisung: x += 3 bedeutet x = x + 3.

Weitere Gruppen

Dazu kommen Bit-Operatoren (&, |, <<), der Ternary-Operator (bedingung ? a : b) und der String-Verkettungsoperator (+ in JavaScript, . in PHP).

Operator-Präzedenz

Wie in der Mathematik gilt eine Reihenfolge: 2 + 3 * 4 ergibt 14, nicht 20, weil die Multiplikation vor der Addition ausgeführt wird. Klammern (2 + 3) * 4 erzwingen eine andere Reihenfolge. Jede Sprache dokumentiert ihre Präzedenz-Tabelle; im Zweifel helfen Klammern, Code lesbar zu halten.

Typabhängiges Verhalten

Operatoren reagieren auf den Datentyp der Operanden: In JavaScript ergibt "3" + 4 den String "34", weil + bei Strings konkateniert. Das führt zu typischen Überraschungen, wenn man unbeabsichtigt Zahlen und Texte mischt.

Verwandte Grundlagen: Boolean, Datentyp, Variable, Konstante, Parser, Lambda.