Rückgabewert (englisch return value) ist das Ergebnis, das eine Funktion an ihren Aufrufer zurückgibt. Fast jede Funktion nimmt Eingaben (Parameter) entgegen, verarbeitet sie und liefert einen Rückgabewert — eine Zahl, einen Text, ein Objekt oder einen komplexen Datentyp.

Beispiel: Python

def addiere(a, b):
    return a + b  # Rückgabewert

ergebnis = addiere(3, 4)  # ergebnis = 7
print(ergebnis)

Das return-Schlüsselwort beendet die Funktion sofort und übergibt den Wert an die aufrufende Stelle. Ohne return liefert eine Python-Funktion den Wert None.

Beispiel: JavaScript

function verdoppeln(zahl) {
    return zahl * 2;
}

let ergebnis = verdoppeln(21); // ergebnis = 42

Typen von Rückgabewerten

  • Einfach: Zahl, Wahrheitswert, Text — z.B. return true.
  • Zusammengesetzt: Listen, Objekte, Strukturen — z.B. return {"status": "ok"}.
  • Kein Wert (void/None): Funktionen, die nur etwas ausführen (z.B. drucken), geben in Sprachen wie Java/C# explizit nichts zurück; in Python ist es None.

Rückgabewerte in der Praxis

  • Fehlerbehandlung: Funktionen geben oft einen Statuscode oder None/null bei Fehlern zurück — der Aufrufer prüft das Ergebnis.
  • Funktionale Programmierung: Lambda-Ausdrücke und Callbacks bestehen im Kern aus Rückgabewerten.
  • Verkettung: Rückgabewerte können direkt als Eingabe der nächsten Funktion dienen (Rekursion und Komposition).
  • Typisierung: Sprachen mit Typen deklarieren den Rückgabetyp explizit — z.B. def addiere(a: int, b: int) -> int in Python oder int addiere(int a, int b) in Java.

Rückgabewert vs. Parameter

Parameter sind die Eingaben einer Funktion, der Rückgabewert ist die Ausgabe. Eine Variable nimmt das Ergebnis auf: ergebnis = funktion(eingabe). Damit ist der Rückgabewert die Brücke zwischen Funktion und aufrufendem Code — ein zentrales Konzept jeder Programmiersprache.

Verwandt: Funktion, Parameter, Datentyp, Variable, Python-Befehle, JavaScript-Befehle.