Public Key (öffentlicher Schlüssel) ist die Hälfte eines Schlüsselpaars der Verschlüsselung mit asymmetrischer Kryptografie. Das Paar besteht aus dem öffentlichen und dem Private Key: Der Public Key darf frei verteilt werden, der Private Key bleibt geheim. Was der eine Schlüssel verschlüsselt, kann nur der andere entschlüsseln — und umgekehrt.

Wofür wird der Public Key genutzt?

  • Verschlüsseln für den Empfänger: Jeder kann mit deinem Public Key eine Nachricht verschlüsseln, die nur dein Private Key öffnen kann.
  • Signaturprüfung: Wer deine Signatur prüfen will, nutzt deinen Public Key — die Hash-Prüfung stellt sicher, dass die Daten wirklich von dir stammen.
  • Schlüsselaustausch: In SSL/TLS und beim TLS-Handshake tauschen Client und Server ihre Public Keys aus, um eine sichere Verbindung aufzubauen.

Beispiel: TLS-Verbindung

Wenn du eine Website mit HTTPS besuchst, sendet der Server seinen Public Key mit. Dein Browser prüft damit das Zertifikat und verschlüsselt anschließend den Sitzungsschlüssel mit dem Public Key des Servers. Nur der Server kann ihn mit seinem Private Key lesen.

Public Key in der Praxis

  • E-Mail: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit OpenPGP verteilt den Public Key über Keyserver.
  • SSH: Der Public Key liegt auf dem Server (authorized_keys), der Private Key auf dem Client.
  • Digitale Signaturen: Software-Updates und Dokumente werden mit dem Private Key signiert, jeder prüft mit dem Public Key.
  • Authentifizierung: OAuth und JWT nutzen Public Keys, um Token-Signaturen zu verifizieren.

Wichtige Eigenschaften

  • Der Public Key ist kein Geheimnis — ihn zu teilen ist der Sinn der Sache.
  • Ein Public Key lässt sich nicht in den Private Key zurückrechnen (mathematisch extrem aufwendig).
  • Public Key + Salt und Hashing sind unterschiedliche Konzepte: Hashing ist eine Einbahnstraße, asymmetrische Verschlüsselung arbeitet mit einem Schlüsselpaar.

Verwandt: Private Key, Verschlüsselung, Zertifikat.