Ein primitiver Datentyp ist ein elementarer Baustein einer Programmiersprache, der direkt vom Prozessor verarbeitet wird. Anders als Objekte besitzen primitive Werte keine eigenen Methoden — sie sind die Basis, aus der alle komplexeren Datentypen aufgebaut werden.

Typische primitive Datentypen

  • Ganzzahlen (int, integer, byte, short, long): ganze Zahlen wie 42 oder -7
  • Gleitkommazahlen (float, double): Zahlen mit Nachkommastellen wie 3.14
  • Zeichen (char): ein einzelnes Zeichen wie 'A'
  • Wahrheitswerte (boolean): true oder false

Primitive Typen in verschiedenen Sprachen

Java unterscheidet strikt zwischen primitiven Typen und Referenztypen:

int zahl = 5;            // primitiv
Integer boxed = 5;       // Objekt-Wrapper
String text = "Hallo";   // Referenztyp

In C gehören zu den primitiven Typen int, char, float, double und void. Python kennt formal nur Objekte (int, float, bool, str), verhält sich aber für Einsteiger wie primitive Typen. Der Typsystem-Artikel erklärt, wann die Unterschiede wichtig werden.

Warum primitiv?

Primitive Typen sind schnell und speichereffizient, weil sie direkt im Speicher liegen. Eine Variable mit primitivem Typ enthält den Wert selbst, eine Objekt-Referenz dagegen nur einen Verweis auf den Speicherort.

Verwandte Grundlagen: Array, String, Funktion sowie Java-Befehle, C#-Befehle, C/C++-Befehle, Go-Befehle, Python-Befehle.