Ein Objekt ist der zentrale Baustein der objektorientierten Programmierung (OOP): Es bündelt Daten (Attribute, Eigenschaften) und Verhalten (Methoden) zu einer Einheit. Die Klasse beschreibt den Bauplan, das Objekt ist die konkrete Instanz dieses Bauplans.

Beispiel in Python

class Auto:
    def __init__(self, marke):
        self.marke = marke   # Attribut

    def fahren(self):        # Methode
        print(self.marke + " fährt los")

mein_auto = Auto("VW")       # Objekt erzeugen
mein_auto.fahren()           # VW fährt los

Beispiel in JavaScript

const auto = {
    marke: "VW",
    fahren: function () {
        console.log(this.marke + " fährt los");
    }
};
auto.fahren(); // VW fährt los

Warum Objekte?

  • Kapselung: Daten und dazugehörige Methoden bleiben zusammen.
  • Wiederverwendung: Aus einer Klasse lassen sich beliebig viele Objekte erzeugen.
  • Abbildung der Realität: Entitäten wie Kunde, Produkt oder Bestellung werden direkt modelliert.

Ein Objekt besitzt einen Zustand (Werte seiner Attribute) und eine Identität (es ist von anderen Objekten unterscheidbar). Methoden werden mit einer Funktion verglichen — der Unterschied: Sie gehören zu einem Objekt und greifen auf dessen Daten zu. Dabei spielen Parameter und Rückgabewerte dieselbe Rolle wie bei normalen Funktionen.

Praxis: Fast jede moderne Sprache unterstützt Objekte — von Python über JavaScript bis Java und C#. Variablen speichern dabei eine Referenz auf das Objekt, nicht das Objekt selbst (siehe Variable).