GNU Privacy Guard, kurz GPG oder GnuPG, ist eine freie Open-Source-Implementierung des OpenPGP-Standards. Das Projekt startete Werner Koch 1997 mit Förderung der deutschen Bundesregierung; die erste stabile Version 1.0 erschien 1999.

Kommandozeilen-Werkzeug

GPG wird über die Kommandozeile bedient und verwaltet Schlüssel in einem Schlüsselbund unter ~/.gnupg. Die wichtigsten Befehle sind gpg --gen-key (Schlüssel erzeugen), gpg --encrypt, gpg --decrypt sowie gpg --sign und gpg --verify für digitale Signaturen.

Verbreitete Einsatzgebiete

  • Verschlüsselte E-Mail im S/MIME-Wettbewerbsumfeld
  • Signatur von Software-Paketen – etwa APT-Repositories unter Debian und Ubuntu
  • Signieren von Git-Commits und -Tags
  • Verschlüsselung von Dateien und Backups

Warum GPG und nicht PGP?

PGP ist ein Produktname, GPG die freie Referenzimplementierung des zugrunde liegenden Standards. Beide sind untereinander kompatibel, solange sie OpenPGP (RFC 4880) sprechen. Wer heute OpenPGP nutzen möchte, verwendet in der Regel GPG oder eine darauf aufbauende Anwendung.

Verwandte Grundlagen: Public Key, Private Key, Hybride Verschlüsselung, PKI.