exFAT (Extensible File Allocation Table) ist ein von Microsoft 2006 eingeführtes Dateisystem für Flash-Speicher wie USB-Sticks und SD-Karten. Es ist der Nachfolger von FAT32 und beseitigt dessen praktische Grenzen, während es die Einfachheit der FAT-Familie beibehält.

Warum exFAT?

FAT32 begrenzt einzelne Dateien auf 4 GiB. exFAT hebt diese Grenze auf: Die maximale Dateigröße liegt theoretisch bei 16 EiB, praktisch sind damit auch große Video- und Backup-Dateien auf Wechselmedien möglich. Der Standard für SDXC-Speicherkarten setzt exFAT als Dateisystem voraus.

Eigenschaften

  • Kein Journaling und keine ACLs – bewusst einfach gehalten wie die FAT-Familie.
  • Weite Kompatibilität: Windows, macOS und Linux lesen und schreiben exFAT nativ.
  • Für Flash-Speicher optimiert, mit Zuordnungs-Bitmap statt klassischer FAT-Tabellen.
  • Seit Linux-Kernel 5.4 gibt es einen nativen exFAT-Treiber (exfatprogs).
  • Unter macOS ist exFAT das empfohlene Format für den Austausch mit Windows-Rechnern.

Abgrenzung

Wer Dateien nur lokal nutzt, greift auf ext4 oder NTFS zurück – beide bieten Journaling und erweiterte Rechte. exFAT ist die Wahl, wenn Medien zwischen vielen Geräten wandern sollen. APFS deckt die Apple-Welt ab, wo exFAT vor allem als Austauschformat dient.

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