FAT32 (File Allocation Table 32) ist ein Dateisystem, das mit Windows 95 OSR2 (1996) eingeführt wurde und FAT16 ablöste. Dank seiner maximalen Kompatibilität ist es bis heute das gemeinsame Format zwischen Computern, Kameras, Fernsehern und Spielkonsolen.
Die Grenzen
- Einzelne Dateien dürfen höchstens 4 GiB groß sein – ein Video oder Disk-Image darüber passt nicht.
- Partitionen sind bei 512-Byte-Sektoren auf 2 TB begrenzt.
- Kein Journaling: Ein Stromausfall während des Schreibens kann Datenverlust verursachen.
- Keine ACLs, keine Verschlüsselung, keine Snapshots.
Wo FAT32 weiterlebt
Die EFI-Systempartition (ESP) für UEFI-Boot wird standardmäßig mit FAT32 formatiert, damit die Firmware den Bootloader findet. Auch kleinere USB-Sticks und SD-Karten sind werkseitig oft FAT32, weil es jedes Gerät versteht. Wer größere Dateien transportieren will, nutzt exFAT als Nachfolger.
Abgrenzung
NTFS ist das moderne Windows-Dateisystem mit Journaling, exFAT das Format für große Dateien auf Wechselmedien. FAT32 bleibt die Kompatibilitäts-Basis – ein Austauschformat, kein System-Dateisystem.
Verwandte Grundlagen: Dateisysteme erklärt, Partition, Mount.