Eine Partition ist ein logisch abgegrenzter Bereich einer Festplatte oder SSD. Ein physischer Datenträger lässt sich so in mehrere eigenständige Bereiche aufteilen, die getrennt formatiert, verwaltet und genutzt werden können. Partitionen sind die Grundlage jeder strukturierten Dateisystem-Organisation unter Linux und Windows.

Warum partitionieren?

  • Trennung von System und Daten: Bei einem Systemausfall bleiben die Datenpartitionen unberührt.
  • Mehrere Betriebssysteme: Windows und Linux können auf getrennten Partitionen koexistieren.
  • Eigene Bereiche: Swap, /home oder /var lassen sich gezielt dimensionieren.
  • Einfachere Backups: Nur die Datenpartition muss gesichert werden.

MBR und GPT

Moderne Datenträger nutzen fast immer die GPT-Partitionstabelle, die bis zu 128 Partitionen und Datenträger über 2 TB unterstützt. Das ältere MBR-Verfahren ist auf 4 Primärpartitionen und 2 TB begrenzt und spielt nur noch bei sehr alten Systemen eine Rolle. Die Wahl der Partitionstabelle trifft man beim Initialisieren des Datenträgers.

Partitionen unter Linux anzeigen und anlegen

lsblk              # Partitionen und Mountpunkte anzeigen
sudo fdisk -l      # Partitionstabelle aller Datenträger
sudo fdisk /dev/sda  # interaktives Partitionieren

Nach dem Anlegen wird die Partition formatiert und per mount in den Verzeichnisbaum eingehängt. Der Kernel stellt die Blockgeräte wie /dev/sda1 bereit, auf denen die Partitionen liegen.

Praxis-Tipps

  • Vor dem Ändern der Partitionstabelle immer ein Backup anlegen — Fehler zerstören Daten.
  • SSDs mit M.2-Anschluss und klassische Festplatten unterscheiden sich nicht bei der Partitionierung, wohl aber bei Alignment und TRIM.
  • Der Formfaktor des Datenträgers (2,5", M.2) ist unabhängig von der Partitionstabelle.
  • Rechte und Mount-Optionen steuert man über chmod/chown und systemctl bzw. fstab-Einträge.

Verwandte Grundlagen: Shell-Glossar, Ubuntu, Bootloader, Betriebssystem.