M.2 (früher NGFF) ist ein kompakter Steckplatz auf dem Mainboard, der vor allem für schnelle SSDs genutzt wird. Statt Kabel und Gehäuse steckt das Laufwerk als schmale Platine direkt in den Slot – das spart Platz und ermöglicht hohe Geschwindigkeiten.

Bauformen und Schlüssel

M.2-Module gibt es in Längen von 22 mm bis 110 mm (z. B. 2280 = 22 mm breit, 80 mm lang – der häufigste SSD-Wert). Der Anschluss hat unterschiedliche „Schlüssel“, kleine Kerben, die verhindern, dass ein Modul in den falschen Slot passt:

  • Key B: meist SATA- oder ältere PCIe-x2-Module.
  • Key M: moderne PCIe-x4-Module (NVMe).
  • Manche Slots akzeptieren beide – im Zweifel das Handbuch prüfen.

SATA-M.2 oder NVMe-M.2?

Der M.2-Steckplatz selbst sagt noch nichts über die Geschwindigkeit: Es gibt M.2-SSDs im SATA-Modus (rund 550 MB/s) und im NVMe-Modus über PCIe (mehrere GB/s). Entscheidend sind der Key, die PCIe-Lanes des Slots und ob das Mainboard NVMe unterstützt. Ältere Boards booten NVMe-M.2 oft erst nach BIOS/UEFI-Update.

M.2 im Alltag

  • Der M.2-Slot sitzt direkt auf dem Board – kein Kabel, keine Laufwerksschraube im Gehäuse.
  • Moderne NVMe-SSDs sind fast immer im M.2-Format erhältlich.
  • Auch WLAN-/Bluetooth-Karten nutzen M.2 (Key E/A+E).
  • Beim Kauf auf den freien Slot achten: Viele Mainboards haben nur einen M.2-Slot oder teilen sich Lanes mit SATA-Ports.

Verwandte Grundlagen: SATA, NVMe, PCIe.