Mesh-Topologie (auch vermaschte Topologie oder vermaschtes Netz): Bei dieser Netzwerkstruktur ist jedes Gerät mit mehreren anderen Geräten direkt verbunden. Anders als beim Stern laufen die Daten nicht über einen zentralen Knoten, sondern es existieren mehrere Wege zum Ziel.

Vollvermaschung und Teilvermaschung

Bei der vollen Vermaschung ist jeder Knoten mit jedem anderen Knoten verbunden. Die Anzahl der Verbindungen wächst quadratisch: Bei n Geräten sind n·(n−1)/2 Leitungen nötig, daher lohnt sich die Vollvermaschung nur bei wenigen Teilnehmern. In der Praxis dominiert die Teilvermaschung, bei der nur ausgewählte Knoten mehrfach verbunden sind – ein guter Kompromiss zwischen Redundanz und Kosten.

Vorteile und Nachteile

  • Hohe Ausfallsicherheit: Fällt eine Leitung oder ein Gerät aus, finden die Daten über redundante Pfade weiterhin ihr Ziel.
  • Robustheit: Kein zentraler Single Point of Failure wie beim Stern.
  • Nachteile: Hoher Verkabelungsaufwand, komplexes Routing und aufwendiges Management.

Drahtlose Mesh-Netze

Besonders verbreitet ist die Mesh-Topologie heute als Wireless Mesh Network (WMN): WLAN-Mesh-Router bauen untereinander ein vermaschtes Funknetz auf, nutzen dieselben WLAN-Standards und sind leicht erweiterbar. Auch Ad-hoc-Netze und viele IoT-Anwendungen setzen auf Mesh-Strukturen.

Verwandte Grundlagen: Baum-Topologie, Hybrid-Topologie, Ring-Topologie, Bus-Topologie, Switch, Router, WLAN, Access Point.