Baum-Topologie (auch Tree-Topologie): Diese Netzwerkstruktur kombiniert mehrere Stern-Topologien zu einer hierarchischen Struktur. An der Spitze steht ein Wurzelknoten, von dem Zweigknoten (Verteiler wie Switches oder Hubs) ausgehen, an denen wiederum Endgeräte hängen.

Aufbau

Die einzelnen Stern-Segmente werden über Backbone-Leitungen und Uplinks miteinander verbunden. Jeder Zweig bildet ein eigenes Segment mit eigenem Verteiler, sodass sich das Netz gut in Abteilungen oder Gebäudebereiche gliedern lässt. Genau wie bei einem echten Baum entsteht so eine klare Eltern-Kind-Hierarchie der Knoten.

Vorteile und Nachteile

  • Gut skalierbar: Neue Segmente lassen sich einfach an freie Ports von Verteilern anhängen.
  • Zentrale Verwaltung: Jede Hierarchieebene lässt sich einzeln konfigurieren und überwachen; klare Segmentierung erleichtert Fehleranalyse und Dokumentation.
  • Nachteile: Der Wurzelknoten und der Backbone sind ein Single Point of Failure – fällt die Spitze aus, ist der gesamte Baum betroffen.

Die Baum-Topologie ist die typische Struktur größerer Firmen- und Campusnetze, bei denen mehrere Stern-Segmente über einen zentralen Backbone verbunden werden.

Verwandte Grundlagen: Mesh-Topologie, Hybrid-Topologie, Ring-Topologie, Switch, Hub, Ethernet, Router.