Odin ist eine schnelle, kompilierte Systemprogrammiersprache, die von Ginger Bill seit 2016 entwickelt wird. Sie setzt auf Einfachheit und explizite Programmierung: keine versteckte Magie, kein Garbage Collector, keine Exceptions. Odin kompiliert über LLVM und denkt in Ordner-basierten Paketen — ein Verzeichnis mit .odin-Dateien ist ein Paket.

Grundbefehle

odin run .          # aktuelles Paket kompilieren und ausführen
odin build .        # nur kompilieren (ohne Ausführen)
odin test           # Test-Suiten kompilieren und ausführen
odin check .        # Paket typ-prüfen ohne Code-Generierung
odin doc            # Dokumentation aus Kommentaren erzeugen
odin fmt            # Quellcode formatieren

Wichtige Flags

  • -debug / -release — Optimierungs- und Debug-Stufen
  • -o — Optimierungsstufe wählen (z.B. -o:speed)
  • -out:name — Namen der Ausgabedatei festlegen
  • -build-mode:exe|dll|obj|asm — Art der Ausgabe bestimmen
  • -vet — zusätzliche statische Prüfungen aktivieren
  • -collection:NAME=pfad — eigene Sammlungen für Importe definieren

Praxis-Tipps

  • Die Kern-Bibliothek (core:fmt, core:os, core:strings, core:slice, core:mem) bringt Formatierung, Dateizugriff und Speicherverwaltung mit.
  • Der Language Server ols liefert Autovervollständigung in Editoren; das Community-Werkzeug olly verwaltet Pakete.
  • Odin ist für Data-oriented Design ausgelegt: Datenstrukturen und Speicherlayout stehen im Mittelpunkt, Speicher wird manuell verwaltet.

Verwandte Grundlagen: C/C++-Befehle, Rust-Befehle, Go-Befehle, Zig-Befehle, Gleam-Befehle und Mojo-Befehle.