Ada ist eine stark typisierte Programmiersprache, die Ende der 1970er-Jahre im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums unter der Leitung von Jean Ichbiah entwickelt und 1983 als Standard veröffentlicht wurde — benannt nach Ada Lovelace. Sie ist für Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wartbarkeit ausgelegt und dominiert sicherheitskritische Bereiche wie Avionik, Bahn- und Raumfahrttechnik. Seit Ada 2012 bringt die Sprache Design-by-Contract direkt mit (Vor-/Nachbedingungen und Invarianten); die aktuelle Version ist Ada 2022.
Erste Schritte
Der freie Compiler ist GNAT (Teil der GNU Compiler Collection). Ein einfaches Programm liegt in einer hallo.adb-Datei:
gnatmake hallo.adb # Kompiliert, bindet und linkt in einem Schritt
gnat compile hallo.adb # Nur kompilieren
gnat bind hallo.ali # Bind-Schritt (für komplexe Projekte manuell)
gnat link hallo.ali # Link-Schritt
./hallo # Ausführen
Projekte mit gprbuild
Für größere Projekte arbeitet man mit Projektdateien (.gpr) und gprbuild — dem Build-Manager der GNAT-Toolchain, vergleichbar mit make oder cmake:
gprbuild -P projekt.gpr # Projekt aus der Projektdatei bauen
gprbuild -P projekt.gpr -c # Nur kompilieren
gprclean -P projekt.gpr # Build-Artefakte entfernen
Paketverwaltung mit Alire
alr init --bin projektname # Neues Projekt anlegen
alr search paket # Crate suchen
alr get paket # Crate herunterladen
alr add paket # Abhängigkeit ins Manifest aufnehmen
alr build # Projekt bauen
alr run # Projekt bauen und ausführen
Praxis-Tipps
- Ada kompiliert typischerweise mit aktivierten Laufzeitprüfungen — das macht Programme sicherer, aber etwas langsamer; für Release-Builds lassen sie sich gezielt abschalten.
- Die Untermenge SPARK erlaubt formale Verifikation und wird in Hochsicherheitsprojekten eingesetzt.
- Ada-Code ist bewusst lesbar geschrieben: Blöcke enden mit
end Name;statt geschweifter Klammern.
Verwandte Grundlagen: Pascal/Delphi-Befehle, C/C++-Befehle, Rust-Befehle, D-Befehle, Roc-Befehle.