Gleam ist eine statisch typisierte, funktionale Programmiersprache, die seit 2016 von Louis Pilfold entwickelt wird und im März 2024 mit Version 1.0 stabil wurde. Sie kompiliert nach Erlang oder JavaScript und läuft damit auf der bewährten BEAM-VM — mit robustem Pattern Matching, freundlichen Compiler-Meldungen und nahezu keinen Laufzeitfehlern.

Grundbefehle

gleam new mein_projekt   # neues Projekt anlegen
gleam add gleam_json     # Paket aus der Hex-Registry hinzufügen
gleam build              # Projekt bauen
gleam run                # Programm ausführen
gleam test               # Tests ausführen
gleam format             # Code formatieren
gleam check              # Projekt prüfen ohne Build-Artefakte
gleam docs build         # HTML-Dokumentation erzeugen

Ziel-Plattform wählen

  • Standard-Target ist Erlang; mit gleam run -t javascript oder --target javascript wird JavaScript erzeugt.
  • gleam export erlang-shipment baut ein Artefakt für die Server-Auslieferung; gleam export javascript exportiert JS-Bundle.
  • Der Pipe-Operator |> führt Werte durch Funktionsaufrufe — das Herzstück der funktionalen Gleam-Programmierung.

Praxis-Tipps

  • Der Compiler, der Build-Tool, Formatter und Paketmanager sind in einem einzigen gleam-Binary vereint.
  • Gleam profitiert vom kompletten Erlang/OTP-Ökosystem: Prozesse, Fault Tolerance und Hot Code Reloading der BEAM-VM.
  • Die Sprache ist von Elm, Erlang/Elixir und Rust inspiriert — Typinferenz, unveränderliche Daten und klare Fehlermeldungen gehören zum Konzept.

Verwandte Grundlagen: Elixir/Erlang-Befehle, Haskell-Befehle, Rust-Befehle, Odin-Befehle und Mojo-Befehle.