XFS ist ein leistungsorientiertes 64-Bit-Dateisystem, das ursprünglich 1993 von SGI für das Betriebssystem IRIX entwickelt und 2001 nach Linux portiert wurde. Seit Red Hat Enterprise Linux 7 ist XFS das Standard-Dateisystem dieser Distribution und wird auch in vielen anderen Server-Umgebungen eingesetzt, wo große Volumes und hohe Durchsatzraten zählen.

Eigenschaften

  • Extent-basierte Allokation: XFS fasst Speicherplatz in zusammenhängenden Bereichen (Extents) zusammen und reduziert so Fragmentierung und Verwaltungsaufwand.
  • Delayed Allocation: Das Dateisystem wartet mit dem Zuweisen von Blöcken, bis die Daten tatsächlich geschrieben werden — das verbessert die Performance und verringert Fragmentierung.
  • Skalierbarkeit: Sowohl Dateien als auch Dateisysteme unterstützen bis zu 8 Exbibyte (EiB) — für praktisch alle heutigen Serveranwendungen ausreichend.
  • Metadaten-Journaling: Wie ext4 journalt XFS seine Metadaten, um nach einem Absturz konsistent zu bleiben; Datenjournaling ist optional.

Praxis

Typische Einsatzgebiete sind große Medien-Server, Backup-Systeme und Datenbank-Speicher, bei denen Durchsatz wichtiger ist als maximale Flexibilität. XFS kann nicht verkleinert werden — ein einmal angelegtes Dateisystem lässt sich nur vergrößern. Zur Reparatur dient xfs_repair. Wer Snapshots und Copy-on-Write-Funktionen braucht, greift eher zu Btrfs oder ZFS.

Verwandte Grundlagen: Mounten, Partitionen, RAID, Backup.