UML (Unified Modeling Language, deutsch: vereinheitlichte Modellierungssprache) ist eine standardisierte grafische Sprache, um Software-Systeme zu beschreiben, zu visualisieren und zu dokumentieren. Sie wird vom Standardisierungsgremium OMG (Object Management Group) gepflegt; die aktuelle Version ist UML 2.5.
Die 14 Diagrammtypen
UML 2.5 umfasst 14 Diagramme in zwei großen Gruppen:
- Strukturdiagramme zeigen die statische Struktur eines Systems: Klassendiagramm, Objektdiagramm, Kompositionsstrukturdiagramm, Paketdiagramm, Profildiagramm, Verteilungsdiagramm und Komponentendiagramm
- Verhaltensdiagramme zeigen das dynamische Verhalten: Anwendungsfalldiagramm (Use-Case), Aktivitätsdiagramm, Zustandsdiagramm und die vier Interaktionsdiagramme (Sequenz-, Kommunikations-, Timing- und Interaktionsübersichtsdiagramm)
Das Klassendiagramm
Das bekannteste und meistgenutzte Diagramm ist das Klassendiagramm. Es modelliert Klassen mit Attributen und Methoden sowie deren Beziehungen: Assoziation, Aggregation, Komposition, Generalisierung (Vererbung) und Abhängigkeit. Sichtbarkeiten werden mit Symbolen gekennzeichnet: + für public, - für private, # für protected.
Wofür UML nutzen?
UML dient der Kommunikation zwischen Entwicklern, Architekten und Fachbereich – vom Anwendungsfall über den Entwurf bis zur Dokumentation. Sie ist eng mit der Objektorientierung verwandt und unterstützt den Entwurf mit Entwurfsmustern.
Verwandte Grundlagen: Klasse, Objekt, Objektorientierung (mit Vererbung), Entwurfsmuster, Interface.