Ein Tower-Server ist ein Server in einem aufrecht stehenden Gehäuse – im Prinzip ein besonders großer und auf Dauerbetrieb ausgelegter Desktop-PC. Er wird dort eingesetzt, wo kein Rack vorhanden ist, etwa in kleinen und mittleren Unternehmen, in Filialen oder in Entwicklungsumgebungen.

Aufbau und Bauform

Das Standgehäuse bietet deutlich mehr Raum als ein flacher Rack-Einschub. Dadurch passen größere Lüfter, mehr Steckplätze und viele Laufwerksschächte hinein. Tower-Server gibt es von kompakten Mini-Towern bis zu großen Big-Towern, die fast wie ein Schrank wirken.

Vor- und Nachteile

  • Vorteile: viel Platz für Erweiterungskarten und Laufwerke, große und damit leise Lüfter, günstiger Einstieg, keine Rack-Infrastruktur nötig, einfache Wartung.
  • Nachteile: hoher Platzbedarf, lässt sich schlecht stapeln, geringere Packungsdichte, meist keine gemeinsame Strom- und Kühlungsinfrastruktur, oft weniger redundante Bauteile.

Wann ein Tower sinnvoll ist

Für einen einzelnen Server ohne eigenen Serverraum ist ein Tower oft die wirtschaftlichste Wahl. Sobald mehrere Systeme zusammenkommen, lohnen sich Rack-Server im Schrank, weil sie sich zentral mit Strom, Netzwerk und Kühlung versorgen lassen.

Abgrenzung

Der Tower ist die Standform, der Rack-Server die Einbauform im 19-Zoll-Schrank und der Blade-Server die Steckform im Chassis. Alle drei nutzen dieselben inneren Bauteile (siehe Server-Komponenten); die Zuverlässigkeit hängt an RAID und redundanten Netzteilen. Grundbegriff: Server.