Sass (Syntactically Awesome Style Sheets) ist ein CSS-Präprozessor, der Stylesheets um Variablen, Verschachtelung, Mixins und Funktionen erweitert. Der Browser bekommt am Ende normales CSS – die Sass-Datei wird vorher in eine .css-Datei übersetzt.

SCSS oder SASS?

Sass kennt zwei Syntaxen: die modernere SCSS-Variante (ab 2010) ist ein Superset von CSS und nutzt geschweifte Klammern sowie Semikolons – jedes gültige CSS ist zugleich gültiges SCSS. Die ältere SASS-Einrückungssyntax verzichtet auf Klammern und Semikolons.

Die wichtigsten Sass-Befehle

  • $variable: wert; – Variablen deklarieren, z. B. $primary: #2563eb;
  • Verschachtelung: .nav { .item { ... } } erzeugt die Kaskade automatisch
  • @mixin name { ... } + @include name; – wiederverwendbare Bausteine mit Argumenten
  • @extend .base; – Vererbung von Selektoren
  • @use 'partials/_button'; – Module laden (seit Dart Sass, ersetzt @import)
  • @function – eigene Funktionen definieren; eingebaute Funktionen wie lighten() und darken()
  • @if/@else, @each und @for – Logik im Stylesheet

So kompilierst du Sass

sass styles.scss styles.css
sass --watch styles.scss:styles.css

Die offizielle Implementierung ist Dart Sass (seit 2016); die ältere C++-Variante LibSass wurde 2020 eingestellt. Bootstrap setzt ab Version 4 auf SCSS.

Grundlagen: HTML- und CSS-Befehle. Verwandt: Stylus-Befehle als alternative Präprozessor-Syntax. In Shopify-Themes wird SCSS typischerweise mit der Template-Engine Liquid-Befehle kombiniert.