Microsoft QuickBASIC ist eine integrierte Entwicklungsumgebung mit Compiler für MS-DOS, die von Microsoft von 1985 bis 1988 entwickelt wurde (Versionen 1.0 bis 4.5). Sie basiert lose auf GW-BASIC, ergänzt aber benutzerdefinierte Typen, verbesserte Programmstrukturen, bessere Grafik- und Dateiunterstützung sowie einen Compiler neben dem Interpreter. QuickBASIC 4.5 (1988) war die bekannteste Version.
Die wichtigsten Anweisungen
BC.EXE– Kommandozeilen-Compiler, erzeugt ObjektdateienLINK.EXE– Linker für eigenständige EXE-Dateien,LIB.EXE– BibliotheksverwaltungDECLARE– Prozedurdeklaration,CALL– ProzeduraufrufSUB ... END SUB,FUNCTION ... END FUNCTION– Prozeduren und FunktionenTYPE ... END TYPE– Benutzerdefinierte Datentypen (Records)DO ... LOOP,WHILE ... WEND,FOR ... NEXT– Schleifen mitEXIT DO/EXIT FORIF ... THEN ... ELSEIF ... ELSE ... END IF,SELECT CASE– VerzweigungenCONST– Konstanten,DIMundDIM SHARED– Variablen und ArraysSHARED,STATIC,COMMON– GültigkeitsbereicheLBOUND,UBOUND– Array-Grenzen,OPTION BASE– Startindex
Beispiel: Funktion mit TYPE
TYPE Adresse
Name AS STRING * 30
PLZ AS INTEGER
END TYPE
DIM a AS Adresse
a.Name = "Max Muster"
PRINT a.Name
Geschichte und Nachfolger
- 1990 folgte das Professional Development System (PDS 7.0/7.1) mit
QBX.EXEund erweiterten Bibliotheken. - Der direkte Nachfolger ist Visual Basic 1.0 (1991) für MS-DOS und Windows.
- QuickBASIC 4.5 ist die Referenzimplementierung für den modernen Nachfolger QB64.
- Der Interpreter QBasic wurde ab MS-DOS 5.0 mitgeliefert und ist weitgehend quickbasic-kompatibel.
Praxis-Tipps
- Im IDE-Modus lief das Programm interpretiert; erst der Befehl
Make EXEkompilierte es zu einer eigenständigen Datei. - Die Kombination aus sofortigem Testen und schnellem Kompilieren machte QuickBASIC zum Standard für DOS-Programmierung in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren.