fdisk ist das klassische Werkzeug der Kommandozeile, um Partitionen auf Festplatten und SSDs anzulegen, zu löschen oder zu verändern. Es arbeitet direkt auf dem Datenträger – ohne grafische Oberfläche, dafür mit voller Kontrolle.
Partitionstabelle anzeigen
sudo fdisk -l /dev/sda
Listet alle erkannten Festplatten und ihre Partitionen auf. /dev/sda steht für die erste SATA-Festplatte, /dev/nvme0n1 für eine NVMe-SSD.
Interaktiv arbeiten
sudo fdisk /dev/sdb
Nach dem Start öffnet sich ein interaktiver Modus mit eigener Eingabeaufforderung. Die wichtigsten Befehle:
p– Partitionstabelle anzeigen (print)n– neue Partition anlegen (new)d– Partition löschen (delete)t– Partitionstyp ändernw– Änderungen schreiben und beenden (write, Pflicht!)q– ohne Speichern beenden (quit)
Verwandte Befehle
Einen Überblick über die vorhandenen Partitionen liefert lsblk – mehr dazu im Artikel zu den ls-Befehlen. Nach dem Anlegen muss eine Partition formatiert und mit den mount-Befehlen eingebunden werden. Wie viel Platz noch frei ist, zeigen df und du.
Praxis-Tipps
- Vorsicht:
wüberschreibt die Partitionstabelle sofort – vorher Daten sichern. - Für GPT-Festplatten gibt es moderne Alternativen wie
partedundgdisk. - fdisk läuft unter jedem Linux-System, auf SSDs ebenso wie auf klassischen Festplatten.
- Welche Dateisysteme auf einer Partition möglich sind, erklärt der Artikel Dateisysteme erklärt.