Ein Symlink (symbolischer Link, auch Softlink genannt) ist eine Verknüpfung, die auf einen Pfad zeigt statt direkt auf die Daten. Anders als ein Hardlink ist ein Symlink ein eigener kleiner Dateityp, der lediglich den Zielpfad als Text speichert.

So erstellst du einen Symlink

ln -s /ziel/pfad/datei.txt /pfad/verknuepfung.txt

Die Option -s erzeugt den symbolischen Link. Die Verknüpfung funktioniert wie die Originaldatei, verweist aber nur auf deren Pfad. Weitere Beispiele stehen in der chmod/chown/ln-Referenz.

Typische Einsatzfälle

  • Konfigurationen: Ein Symlink auf eine Versionsdatei, z. B. /etc/nginx/sites-enabled/../sites-available/site.conf, erlaubt schnelles Aktivieren und Deaktivieren.
  • Übergreifende Verweise: Symlinks dürfen auf Verzeichnisse und über Mount-Grenzen hinweg zeigen — im Gegensatz zu Hardlinks.
  • Abwärtskompatibilität: Alte Pfade bleiben nutzbar, während die echten Daten an einen neuen Ort wandern.

Wichtige Eigenschaften

Ein Symlink ist pfadbasiert: Wird das Ziel verschoben oder gelöscht, bleibt der Link zurück und zeigt ins Leere („dangling link"). Beim ls -l erkennt man Symlinks am Pfeil, z. B. verknuepfung.txt -> /ziel/pfad/datei.txt. Auch die Rechte des Ziels gelten, nicht die des Links selbst.

Verwandte Grundlagen: Dateisysteme, Partitionen und der Unterschied zum Hardlink.