Restore (Wiederherstellung) bedeutet, Daten oder komplette Systeme aus einem Backup zurückzuspielen — nach Datenverlust, Hardwaredefekt, Fehlbedienung oder einem Ransomware-Angriff. Ohne funktionierenden Restore ist ein Backup wertlos.
Restore-Arten
- Voll-Restore: Komplettes System von einer Sicherung zurückspielen, z.B. nach einem Festplattenausfall.
- Teil-Restore: Einzelne Dateien, Ordner oder Datenbanken wiederherstellen (File-Level-Restore).
- Point-in-Time-Recovery: Datenbank auf einen bestimmten Zeitpunkt zurücksetzen, etwa direkt vor einem fehlerhaften Update. Häufig gemeinsam mit Snapshots umgesetzt.
Kennzahlen: RPO und RTO
Zwei Begriffe bestimmen die Restore-Planung:
- RPO (Recovery Point Objective): Wie viel Datenverlust ist maximal akzeptabel? Je kleiner das RPO, desto häufiger muss gesichert werden.
- RTO (Recovery Time Objective): Wie schnell muss das System nach einem Ausfall wieder stehen? Je kleiner das RTO, desto automatisierter muss der Restore sein.
Restore-Prozess
- Sicherung auswählen (Version, Zeitpunkt, Integrität prüfen).
- Zielsystem vorbereiten: Partitionen und Dateisysteme anlegen oder bereitstellen.
- Daten zurückspielen und Berechtigungen prüfen.
- Verifizieren: Anwendungen starten, Stichproben ziehen, Logs kontrollieren — ein blindes Zurückspielen ist kein fertiger Restore.
Die wichtigste Regel
Restores müssen regelmäßig getestet werden. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist nur ein Datenträger voller Hoffnung. Wer Hochverfügbarkeit plant, definiert dafür RPO und RTO vorab — und dokumentiert den Ablauf, damit im Ernstfall keine Zeit verloren geht.