rclone ist ein Kommandozeilenwerkzeug, das Dateien zwischen lokalen Verzeichnissen und über 70 Speicherdiensten kopiert, synchronisiert und verschiebt. Es ist in Go geschrieben, läuft auf Linux, macOS und Windows und wird in der Praxis oft als „rsync für Cloud-Speicher“ beschrieben.

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Konzept: Remotes

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Jedes Ziel ist ein Remote mit Namen und Parametern, konfiguriert einmalig in ~/.config/rclone/rclone.conf oder über rclone config. Aufrufe sehen dann wie normale Pfadangaben aus:

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rclone copy    /var/www   backup-s3:web01/www\nrclone sync    /home      backup-s3:web01/home --dry-run\nrclone check   /home      backup-s3:web01/home\nrclone lsd     backup-s3:\nrclone about   backup-s3:\n\n# Als Dateisystem einbinden\nrclone mount backup-s3:web01 /mnt/cloud --vfs-cache-mode writes
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Der Unterschied zwischen copy und sync ist entscheidend: copy ergänzt nur, sync macht das Ziel identisch mit der Quelle und löscht dort Dateien, die in der Quelle fehlen. Ein --dry-run vor jedem ersten sync auf ein neues Ziel ist keine Vorsicht, sondern Pflicht.

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Von wo nach wo

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Weil alle Quellen und Ziele als Remotes modelliert sind, ist eine Kette in einem Befehl möglich: von SFTP auf S3, von WebDAV auf Google Drive, von einem SMB-Share auf einen S3-kompatiblen Dienst wie MinIO. Auch Server-zu-Server funktioniert, ohne dass Daten über den eigenen Rechner laufen müssen.

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Wichtige Funktionen im Alltag

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  • Filter: --include, --exclude, --filter mit Mustern, Größen- und Altersgrenzen (--max-age, --min-size)
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  • Übertragung: --transfers für parallele Dateien, --checkers für Prüfprozesse, --bwlimit zur Drosselung
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  • Prüfsummen: rclone check vergleicht Hashwerte, rclone crypt verschlüsselt clientseitig vor dem Hochladen
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  • Objektspeicher-Semantik: rclone serve s3 macht ein Verzeichnis als S3-kompatiblen Endpunkt verfügbar
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  • Alternative zu rsync: für lokale Verzeichnisse mit inkrementeller Übertragung
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Zwei Grenzen sollte man kennen: rclone ist ein Dateiwerkzeug und ersetzt kein versionierendes Backup – bei einem versehentlichen sync ist die Zielkopie sofort identisch, Sicherungshistorie gibt es nicht. Außerdem sind API-Limits der Anbieter (Rate Limits, Kosten pro Operation) in der Planung zu berücksichtigen. Für versionierte Sicherungen in Cloud-Ziele ist rclone aber ein ausgezeichnetes Transportmittel: Restic und Kopia nutzen es selbst als Backend.

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Verwandte Grundlagen: Backup, Offsite-Backup, MinIO, curl und wget.