Ein lokales Netzwerk (englisch Local Area Network, kurz LAN) verbindet Computer, Smartphones, Drucker und andere Geräte in einem begrenzten Bereich — zum Beispiel in einer Wohnung, einem Büro oder einer Schule. Die Geräte tauschen dort Daten mit hoher Geschwindigkeit und geringer Latenz aus, ganz ohne Umweg über das Internet.

Aus was ein LAN besteht

Die wichtigsten Bausteine eines lokalen Netzwerks:

  • Endgeräte: Computer, Notebooks, Server, Drucker und Smart-TVs mit einer Netzwerkkarte.
  • Switch: Die zentrale Verteilerstation, die Datenpakete zwischen den angeschlossenen Geräten weiterleitet.
  • Router: Verbindet das LAN mit dem Internet und übernimmt die Adressübersetzung.
  • Übertragungswege: Netzwerkkabel nach dem Ethernet-Standard oder Funk über WLAN.

Adressen im LAN

Damit sich Geräte im lokalen Netz finden, braucht jedes eine Adresse. Im LAN werden dafür private IP-Adressen aus den Bereichen 192.168.x.x, 10.x.x.x oder 172.16.x.x bis 172.31.x.x verwendet — dieselben Adressen dürfen in jedem Haushalt wieder vorkommen, weil sie nach außen nie direkt sichtbar sind. Zusätzlich besitzt jede Netzwerkkarte eine weltweit einmalige MAC-Adresse; das ARP-Protokoll übersetzt IP-Adressen in diese Hardware-Adressen.

Welche Dienste im LAN arbeiten

Damit die Geräte nicht alle Adressen von Hand eingetippt bekommen, verteilt DHCP automatisch IP-Adressen, sobald ein Gerät sich ins Netz einwählt. Der DNS-Server übersetzt Namen wie drucker-buero in die passende IP-Adresse, und der Gateway (meist der Router) ist der Ausgang ins Internet. Alle diese Abläufe folgen festen Netzwerkprotokollen, die den Datenaustausch im LAN regeln.

Geschwindigkeiten und Grenzen

Über Kabel sind heute 1 Gbit/s Standard, schnellere Netze schaffen 2,5 oder 10 Gbit/s. WLAN hängt vom Funkstandard ab (Wi-Fi 5 bis Wi-Fi 7) und ist wegen Störungen im Funkraum meist etwas langsamer als Kabel. Ein klassisches LAN ist auf einen Gebäudeteil begrenzt; größere Standorte oder Standortnetze brauchen weitere Technik und zählen dann nicht mehr zum LAN im engeren Sinn.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Ein VLAN ist keine eigene Hardware, sondern eine logische Trennung innerhalb eines Switches: Geräte im selben physischen Netz werden so in getrennte Bereiche aufgeteilt. WLAN beschreibt nur die Funkübertragung, das LAN dahinter bleibt dasselbe Netzwerk. Zum Schutz des LAN vor Angriffen aus dem Internet sorgt in der Regel eine Firewall am Übergang zum Router.