Was ist eine HDD?
Die HDD (Hard Disk Drive, zu Deutsch Festplatte) ist ein magnetisches Speichermedium mit rotierenden Platten. Seit Jahrzehnten ist sie der Klassiker unter den Massenspeichern – und auch im Zeitalter der SSDs hat sie in vielen Bereichen ihren Platz.
Wie funktioniert eine HDD?
Im Inneren drehen sich eine oder mehrere Plattern (Magnetscheiben) mit 5400 oder 7200 Umdrehungen pro Minute. Ein Schreib-/Lesekopf schwebt hauchdünn über der Oberfläche und magnetisiert winzige Bereiche, um Daten zu speichern. Die Spindel wird von einem Motor angetrieben; ein kleiner Cache puffert die Daten zwischen. Angeschlossen wird die HDD klassisch über SATA, extern auch über USB.
Stärken und Schwächen
- Preis pro Gigabyte: HDDs sind deutlich günstiger als SSDs.
- Große Kapazitäten: Modelle mit 8 bis 20 Terabyte sind bezahlbar.
- Nachteile: Längere Zugriffszeiten, anfällig gegen Stöße, hörbar und wartungsintensiv.
Weil die Köpfe mechanisch über die Platten fahren müssen, sind HDDs beim Lesen und Schreiben um ein Vielfaches langsamer als SSDs. Auch der Stromverbrauch und die Wärmeentwicklung sind höher.
Wann sich eine HDD lohnt
Für Archivierung, Backup und NAS (Netzwerkspeicher) sind HDDs die erste Wahl: Dort zählen große Kapazität und niedriger Preis mehr als Spitzengeschwindigkeit. In RAID-Verbünden und mit sauberer Partitionierung lassen sich mehrere Festplatten zu einem ausfallsicheren Speicherpool kombinieren. Auch für die Bauform gibt es Standardgrößen, die in jedes Mainboard-Gehäuse passen.
Welche Dateisysteme auf einer HDD zum Einsatz kommen und wie sie mit anderen Speichern zusammenspielen, zeigt der Artikel Dateisysteme erklärt. Den direkten Vergleich zur Flash-Technologie findest du bei der SSD.