Server-Hardware: CPU, RAM und ECC verstehen
Server-Hardware unterscheidet sich von Desktop-Komponenten durch Zuverlässigkeit, Redundanz und Verwaltbarkeit.
CPU
Server-Prozessoren (Intel Xeon, AMD EPYC) bieten viele Kerne, große Caches, PCIe-Lanes und Support für ECC. Für Virtualisierung zählen Kerne und Memory-Bandbreite mehr als Taktrate.
ECC-RAM
ECC (Error Correction Code) erkennt und korrigiert Einzel-Bit-Fehler im RAM. Bei Datenbanken und Dateisystemen verhindert das stille Datenkorruption. Desktops verzichten meist darauf – Server nie.
Mehrkanal-Speicher
DDR5-Server laufen im 8-Kanal-Betrieb: Die Speicherbandbreite skaliert mit der Anzahl der Kanäle. Falsche Bestückung (nur 1 Riegel statt 8) halbiert die Bandbreite.
Redundanz
- Netzteile: 1+1 redundant, hot-swap.
- Lüfter: N+1, hot-swap.
- Storage: RAID/ZFS mit Hot-Spare.
- NIC: Teaming/Bonding für Ausfallsicherheit.
Remote-Management
iLO (HPE), iDRAC (Dell), IPMI/BMC (SuperMicro) erlauben Remote-Konsole, Sensoren und Power-Management – unverzichtbar im RZ-Betrieb.
Weiterführend: Hardware: Server.