Pike ist eine dynamische Programmiersprache mit C-ähnlicher Syntax, die Fredrik Hübinette ab 1994 an der Universität Linköping aus der MUD-Sprache LPC entwickelte. Pike ist interpretiert, besitzt Garbage Collection, First-Class-Funktionen und ein starkes Typsystem. Bekannt wurde die Sprache vor allem durch den vollständig in Pike geschriebenen Webserver Roxen, der Ende der 1990er- und in den 2000er-Jahren einen großen Teil des nordischen und europäischen Webs bediente.

Erste Schritte

Pike-Skripte startet man mit dem Interpreter pike; typisch ist außerdem ein Shebang in der ersten Zeile:

#!/usr/bin/pike
int main() {
    write("Hallo, Pike!
");
    return 0;
}

Datentypen

  • int, float, string, array — Basis-Typen
  • mapping — assoziatives Feld, mit ([ "Schluessel": wert ]) angelegt
  • multiset, object, program — weitere eingebaute Typen
  • Arrays schreibt Pike mit geschweiften Klammern: ({1, 2, 3})

Wichtige Befehle

  • pike datei.pike — Skript ausführen
  • write(), werror() — Ausgabe auf stdout beziehungsweise stderr
  • foreach (element; container) — Iteration
  • catch { ... } — Fehlerbehandlung
  • inherit — Vererbung von Klassen

Pike teilt mit Rebol den Fokus auf Daten und Netzwerk-Kommunikation, mit Red die Mischung aus dynamischer Sprache und systemnaher Programmierung. Sprachlich ähnlich sind C/C++-Befehle und Lua-Befehle.