PicoLisp ist ein minimalistischer Lisp-Dialekt, den Alexander Burger seit den 1990er-Jahren entwickelt. Die Sprache lebt als Interpreter, der weitgehend in PicoLisp selbst geschrieben ist, und bildet Lisp-Kernkonzepte 1:1 auf eine schlanke virtuelle Maschine ab. Neben der Nutzung als allgemeine Programmiersprache dient PicoLisp auch als Application-Server-Framework mit eigener Datenbank (Pilog).
Erste Schritte
Der Interpreter heißt pil. Argumente, die mit einem Bindestrich beginnen, werden direkt evaluiert, alle anderen als Datei geladen:
pil app.l -main
pil -'println (mapcar + (1 2 3))'
Wichtige Befehle
- Listen-Grundlagen:
car,cdr,cons,quote(Kurzform') - Variablen & Kontrolle:
setq,let,do,loop,if,cond - Funktionen höherer Ordnung:
mapcar,apply,filter - Ausgabe & Laden:
println,print,load,eval - Wahrheitswerte:
TundNIL
PicoLisp definiert bewusst keine festen Kommandozeilen-Flags — jede Anwendung kann eigene Optionen über die Interpreter-Argumente festlegen.
Verwandte Grundlagen: Common-Lisp-Befehle, newLISP-Befehle und Hy-Befehle.