CICS (Customer Information Control System) ist ein Transaktionsmonitor von IBM für Großrechner unter z/OS und z/VSE. Er verwaltet Tausende gleichzeitiger Online-Transaktionen aus Terminal-, Browser- und API-Zugriffen und entstand 1968/69 aus dem Vorgänger MTCS (Multi-Terminal Communication System).

Transaktionsorientierte Programmierung

Anwendungen laufen als Transaktionen: Kurze, atomare Verarbeitungseinheiten, die von CICS terminiert, überwacht und im Fehlerfall zurückgerollt werden. Der Programmcode wird meist in COBOL, PL/I oder Assembler geschrieben und spricht CICS über eingebettete EXEC CICS-Anweisungen an:

EXEC CICS READ FILE('KUNDEN')
     INTO(KUNDENSATZ) RIDFLD(KUNDENNUMMER)
     RESP(ANTWORT)
END-EXEC

Wichtige Befehlsgruppen

  • Datei- und DatenzugriffREAD, WRITE, DELETE, STARTBR/READNEXT (Browsen) auf VSAM-Dateien
  • Terminal-KommunikationSEND/RECEIVE mit BMS-Maps (Basic Mapping Support) für maskenbasierte Bildschirme
  • TransaktionssteuerungSYNCPOINT (festes Commit), RETURN mit TRANSID für pseudokonversationelle Abläufe
  • ProgrammverwaltungLINK, XCTL, LOAD und der COMMAREA/DFHCOMMAREA-Datenaustausch zwischen Programmen
  • Web-ServicesWEB-Befehle und JSON/XML-Unterstützung moderner CICS-Transaction-Server

Warum CICS wichtig bleibt

Ein Großteil der weltweiten Finanz-, Versicherungs- und Bestellsysteme läuft bis heute auf CICS; die Transaktionszahlen pro Sekunde sind auch im Vergleich zu Cloud-Plattformen beachtlich. Ähnlich transaktionsorientiert arbeitet die Sprache MUMPS (M), die ihre integrierte Datenbank direkt in die Sprache einbettet.

Verwandte Einträge: JCL-Befehle, COBOL-Befehle und PL/I-Befehle.