Ein Trojaner (auch Trojanisches Pferd genannt) ist ein Schadprogramm, das sich als nützliche oder harmlose Software tarnt. Der Name stammt aus der griechischen Mythologie: Wie das hölzerne Pferd von Troja gelangt er unbemerkt ins System, während der Nutzer glaubt, etwas Nützliches zu installieren.

So verbreiten sich Trojaner

Anders als ein Virus verbreitet sich ein Trojaner nicht selbstständig. Er wird typischerweise über Phishing-E-Mails, manipulierte Downloads oder gefälschte Software-Updates zugespielt und erst durch die Handlung des Nutzers installiert. Auch Social Engineering spielt eine große Rolle: Die Angreifer erzeugen Vertrauen oder Druck, damit das Opfer die Datei selbst öffnet.

Was Trojaner anrichten können

  • Spionage: Tastatureingaben und Bildschirminhalte aufzeichnen.
  • Datendiebstahl: Zugangsdaten, Kreditkarten- und Bankdaten abgreifen.
  • Hintertüren: Fernzugriff für Angreifer öffnen.
  • Nachladen: Weitere Schadsoftware wie Ransomware installieren.

Bekannte Beispiele

Zeus (2007) war einer der berüchtigtsten Banking-Trojaner und infizierte weltweit Millionen Rechner, um Finanzdaten abzugreifen. Emotet (2014) startete als Banking-Trojaner und entwickelte sich zu einer Plattform, die beliebig andere Schadsoftware nachladen konnte. CryptoLocker verbreitete sich ebenfalls per Phishing und verschlüsselte die Daten der Opfer.

Schutz vor Trojanern

  • Software nur aus offiziellen Quellen herunterladen.
  • E-Mail-Anhänge und Links von unbekannten Absendern nicht öffnen.
  • Betriebssystem und Anwendungen regelmäßig aktualisieren.
  • Endpoint-Schutz und Firewall aktivieren.

Verwandte Begriffe: Virus (verbreitet sich selbst), Malware (Oberbegriff), Ransomware (häufig von Trojanern nachgeladen).