Sporadische Tasks sind Echtzeit-Aufgaben, die durch unregelmäßige Ereignisse ausgelöst werden, aber einer bekannten Schranke gehorchen: Zwischen zwei Instanzen liegt mindestens die feste Mindest-Ankunftszeit T_min (Minimum Inter-Arrival Time). Anders als aperiodische Tasks ist die Ankunftsrate also nach oben begrenzt — das macht eine garantierte Deadline-Analyse möglich, obwohl die Auslösezeitpunkte unvorhersehbar sind.

Modell

  • Mindest-Ankunftszeit (T_min): Der Task erscheint frühestens T_min nach der letzten Instanz — die maximale Ankunftsrate ist damit bekannt.
  • Ausführungszeit (C): Worst-Case-Ausführungszeit (WCET) pro Instanz.
  • Deadline (D): Relative Frist nach der Freigabe; häufig D ≤ T_min, damit sich Instanzen nicht überlappen.

Beispiele

  • Alarm-/Fehlerbehandlung in der Automobiltechnik (Airbag-Auslösung, Motormanagement)
  • Ereignisbehandlung in der Industrieautomatisierung (Not-Aus, Sensor-Alarme)
  • Netzwerk-Ereignisse mit bekannten Worst-Case-Intervallen (z. B. CAN-Botschaften)

Scheduling

Sporadische Tasks werden in der Echtzeit-Planung wie periodische Last behandelt, indem man sie als Serie mit der Periode T_min modelliert — so funktionieren Rate-Monotonic- und EDF-Analysen weiterhin. Im Deadline-Scheduling (z. B. mit Sporadic Server) bekommt der Task eine reservierte Bandbreite, ohne die Garantien der periodischen Tasks zu gefährden.

Verwandte Grundlagen: periodische Tasks, aperiodische Tasks, Scheduler.