OPFS (Origin Private File System) ist ein privates Dateisystem, das jeder Origin — also Protokoll, Host und Port einer Website — vom Browser zugewiesen bekommt. Es ist für den Nutzer unsichtbar, taucht nicht im Dateimanager des Betriebssystems auf und wird vollständig vom Browser verwaltet. OPFS ist Teil der File System API.

Zugriff ohne Datei-Dialog

Anders als die File System Access API benötigt OPFS keinen Picker und keine Nutzerinteraktion: navigator.storage.getDirectory() liefert direkt den Wurzel-Ordner (FileSystemDirectoryHandle). Gespeicherte Daten überleben Browser-Neustarts und sind strikt pro Origin isoliert.

Hohe Leistung für große Datenmengen

OPFS bietet mit createSyncAccessHandle() einen synchronen Dateizugriff, der nur in Web Workern verfügbar ist — ideal für große sequenzielle Ein- und Ausgaben. Anwendungen wie SQLite-WASM-Datenbanken, Spiele und Bildverarbeitung nutzen diese Schnelligkeit für Datenmengen, für die IndexedDB oder localStorage zu langsam oder zu klein sind.

Quotas und Persistenz

OPFS unterliegt dem Speicherbudget der Browser-Storage-APIs. Chromium räumt bei Speicherdruck Dateien weg, solange die Speicherung nicht über navigator.storage.persist() als dauerhaft markiert ist. Für Progressive Web Apps und Offline-Anwendungen ist OPFS damit die natürliche Ergänzung zur Cache API: Diese hält Netzwerk-Antworten vor, OPFS speichert eigene Nutzdaten.

Verwandte Grundlagen: Service Worker, sessionStorage, DOM.