OpenID ist ein dezentrales Authentifizierungsprotokoll mit URL-basierter Identität. Es wurde Anfang der 2000er-Jahre entwickelt, damit sich Nutzerinnen und Nutzer mit einer einzigen Identität bei vielen Websites anmelden können, ohne für jede Seite ein eigenes Passwort zu vergeben.

OpenID 2.0

Die Spezifikation OpenID 2.0 wurde im Dezember 2007 veröffentlicht und von großen Anbietern wie Google, Yahoo und MySpace unterstützt. Bei OpenID 2.0 gibt sich ein Nutzer über eine OpenID-URL zu erkennen; der Identity Provider (IdP) bestätigt die Identität gegenüber der aufrufenden Website. Das Protokoll blieb in der Praxis hinter den Erwartungen zurück, weil die Nutzerführung kompliziert war und die Anbieter kein einheitliches Profil-System boten. 2014 wurde es vom modernen Nachfolger OpenID Connect abgelöst, der auf dem OAuth-2.0-Framework aufbaut.

Abgrenzung

  • OpenID (klassisch): URL-basierte, dezentrale Identität; Authentifizierung, kein standardisiertes Profil.
  • OpenID Connect: Identitätsschicht über OAuth 2.0 mit ID-Tokens (JWT); heutiger De-facto-Standard.

Der Grundgedanke von OpenID — eine Identität für viele Dienste — lebt in OpenID Connect, Single Sign-On und modernen Passkeys fort.

Verwandte Grundlagen: OpenID Connect, OAuth, JWT, Single Sign-On, URL.