Das Netzteil (Power Supply Unit, kurz PSU) wandelt die Wechselspannung aus der Steckdose in die Gleichspannungen um, die der Computer benötigt. Es versorgt Motherboard, CPU, Grafikkarte, Festplatten und Lüfter mit Strom.

Aufgabe und Arbeitsweise

Das Netzteil stellt mehrere Spannungsschienen bereit: +12 V (CPU, GPU, Laufwerke), +5 V und +3,3 V (Mainboard-Logik, USB, RAM). Moderne Netzteile sind Schaltnetzteile mit hohem Wirkungsgrad; die Effizienz wird in der 80-PLUS-Klasse (Bronze, Gold, Platinum) zertifiziert.

Wichtige Kenngrößen

  • Leistung (Watt): Die Gesamtleistung muss den Bedarf aller Komponenten decken — mit Reserve für Lastspitzen.
  • Effizienz: Ein 80-PLUS-Gold-Netzteil wandelt bei typischer Last über 87 % der Energie in Gleichstrom um, der Rest wird Wärme.
  • Modularität: Bei modularen Netzteilen lassen sich ungenutzte Kabel abnehmen — das erleichtert den Einbau und verbessert die Luftzirkulation.
  • Schutzschaltungen: Überstrom-, Überspannungs- und Kurzschlussschutz schützen die Hardware.

Wie viel Watt braucht man?

Für einen Büro-PC genügen oft 300–450 W, für einen Gaming-PC mit starker GPU sind 650–850 W üblich, für Server mit mehreren CPUs deutlich mehr. Leistungsrechner helfen bei der Abschätzung — entscheidend ist die Summe aus CPU- und GPU-Leistungsaufnahme plus Puffer.

Verwandte Grundlagen: CPU, GPU, RAM und SSD vs. HDD.