Die Maximum Transmission Unit (kurz MTU) ist die größte Paketgröße in Byte, die ein Netzwerk-Link in einem einzigen Frame transportieren kann, ohne das Paket zu fragmentieren. Standard-Ethernet verwendet eine MTU von 1500 Byte; der Wert umfasst die IP-Header, nicht aber den Ethernet-Frame-Header selbst.
Typische MTU-Werte
- Ethernet: 1500 Byte
- PPPoE (DSL): 1492 Byte
- Jumbo Frames: 9000 Byte oder mehr
- IPv4-Minimum: 576 Byte, IPv6-Minimum: 1280 Byte
Die MTU ist eine Eigenschaft der Übertragungstechnik, etwa von Ethernet. Sie bestimmt, wie groß ein Netzwerkpaket zwischen zwei Stationen maximal sein darf.
Path MTU Discovery
Entscheidend ist der kleinste MTU-Wert entlang des gesamten Pfades (Path MTU). Das sendende System ermittelt ihn über Path MTU Discovery: IPv4 nutzt dafür die ICMP-Fehlermeldung "Fragmentation needed" (ICMP Type 3 Code 4), IPv6 die Meldung "Packet too big". Wichtig: IPv6 erlaubt nur den Endgeräten die Fragmentierung, Router fragmentieren nicht.
Werden ICMP-Meldungen von Firewalls gefiltert, scheitert die Path-MTU-Ermittlung und große Pakete gehen still verloren - ein MTU-Black-Hole. Betroffen sind vor allem Tunnel und VPNs. Abhilfe schaffen kleinere MTU-Werte oder MSS-Clamping: Die maximale Segmentgröße von TCP wird an die tatsächliche MTU angepasst.
Verwandte Grundlagen: TCP-Segment, IPv4 vs. IPv6, Router.