MPA steht für Multi Page Application (dt. Mehrseiten-Anwendung) und bezeichnet die klassische Web-Architektur: Jede Unterseite einer Website ist ein eigenes HTML-Dokument, das der Browser bei jedem Klick komplett neu vom Server lädt. Die URL im Browser ändert sich dabei mit jeder Seite – genau das erwartet man, wenn man von „einer Webseite mit mehreren Seiten“ spricht.
So funktioniert eine MPA
Der Nutzer ruft eine Adresse auf, der Server liefert fertiges HTML zurück, der Browser rendert die Seite. Beim Klick auf einen Link wiederholt sich der Vorgang: neue Anfrage über HTTP, neues Dokument, neuer Seitenaufbau. Zustände wie Logins werden über Sessions und Cookies geführt, nicht im Browser-Speicher der Seite.
MPA vs. SPA
Der wichtigste Unterschied besteht zur SPA (Single Page Application): Eine SPA lädt einmal HTML plus JavaScript und aktualisiert danach nur noch einzelne Bereiche per AJAX – die MPA lädt dagegen für jeden Seitenwechsel ein komplettes Dokument. Das macht die MPA robuster und einfacher, kostet aber pro Navigation etwas Ladezeit. Moderne Varianten wie PWAs kombinieren beide Welten.
Vorteile einer MPA
- SEO-freundlich: Jede Seite hat eine eigene URL und eigenen Inhalt – ideal für die Suchmaschinenoptimierung, Redirects und Verlinkungen funktionieren natürlich.
- Einfachheit: Kein komplexes JavaScript-Framework nötig, der Seitenaufbau ist leicht nachvollziehbar.
- Skalierung über Infrastruktur: Inhalte lassen sich gut über CDNs und Caches ausliefern.
Praxis-Tipps
- Die Navigation mit DOM-Manipulation und JavaScript aufwerten, ohne die Seitenstruktur aufzugeben.
- CORS-Regeln nur dort öffnen, wo externe Skripte wirklich Daten abrufen.
- Für Logins und Warenkörbe Sessions mit sicheren Cookies verwenden – der Server bleibt die vertrauenswürdige Instanz.
Die MPA ist damit der Standard für Inhaltsseiten, Blogs, Onlineshops und Dokumentationen – überall dort, wo einzelne Seiten gefunden, geteilt und indexiert werden sollen.