MDR (Managed Detection and Response) ist ein Cybersicherheitsdienst, bei dem ein externer Anbieter die Erkennung und Abwehr von Bedrohungen rund um die Uhr als Dienstleistung übernimmt. Statt ein eigenes Security Operations Center (SOC) aufzubauen, beauftragt das Unternehmen einen Dienstleister, der 24/7 überwacht, analysiert und im Ernstfall direkt reagiert.
Was macht ein MDR-Dienstleister?
Der Anbieter kombiniert moderne Erkennungstechnologien wie EDR, SIEM und NDR mit menschlicher Analysten-Expertise. Gartner beschreibt den Markt als Anbieter, die „24/7 threat monitoring, detection and response outcomes" liefern. Zu den Aufgaben gehören die kontinuierliche Überwachung von Endpoints, Netzwerk, Cloud und Identitäten, die Untersuchung von Alerts (Triage), die Eindämmung von Angriffen sowie die Aufbereitung verständlicher Berichte für das Unternehmen.
Vorteile und Abgrenzung
- MDR schließt die Lücke für Organisationen ohne eigenes 24/7-Team: Der Dienst ist oft günstiger als der Aufbau eines eigenen SOC.
- Im Gegensatz zu einer reinen Technologie wie SIEM oder XDR liefert MDR ein fertiges Betriebsmodell mit klaren Verantwortlichkeiten.
- MDR nutzt häufig SOAR-Playbooks zur Automatisierung wiederkehrender Reaktionsschritte und unterstützt das Incident-Management des Kunden.
- Bekannte Anbieter sind Sophos, CrowdStrike Falcon Complete, Arctic Wolf und Red Canary.
Zusammenarbeit mit anderen Sicherheitsbausteinen
MDR profitiert von denselben Analyse- und Automatisierungsverfahren, die auch UEBA-Systeme verwenden: Verhaltensprofile und Anomalie-Erkennung helfen den Analysten, echte Angriffe von harmlosen Abweichungen zu unterscheiden. So ergänzen sich ausgelagerter Betrieb und verhaltensbasierte Analyse zu einer ganzheitlichen Verteidigung.
Verwandte Grundlagen: XDR, EDR, SIEM, Threat Intelligence.