LCP (Largest Contentful Paint, auf Deutsch „größte Inhaltsdarstellung“) ist eine Kennzahl für die Ladegeschwindigkeit von Webseiten. Sie misst den Zeitpunkt, an dem das größte sichtbare Element im Browser gerendert ist – meist ein Hero-Bild, eine große Überschrift oder ein Video. LCP gehört zu den Core Web Vitals, einer Gruppe von Google-Metriken, die das Nutzererlebnis bewerten.

Was bedeutet ein guter LCP-Wert?

  • Gut: unter 2,5 Sekunden
  • Verbesserungswürdig: 2,5 bis 4 Sekunden
  • Schlecht: über 4 Sekunden

Gemessen wird vom Start der Navigation bis zum Rendern des größten sichtbaren Inhaltsblocks – unabhängig davon, ob der Nutzer schon scrollt.

Was den LCP beeinflusst

Drei Faktoren dominieren den LCP-Wert:

  • Schnelle Server-Antwort: Je kürzer die Zeit bis zum ersten HTML-Byte, desto besser. Hilfreich sind schnelles Hosting und ein CDN.
  • Wenig render-blockierendes CSS/JavaScript: Große Stylesheets und Skripte verzögern das erste Rendering. Dateien minimieren, aufschieben oder teilen.
  • Optimierte Bilder: Das größte Element ist oft ein Bild. Moderne Formate, richtige Größe und Lazy-Loading senken die Ladezeit deutlich.

So misst man den LCP

Werkzeuge wie Lighthouse, PageSpeed Insights oder die Performance-Tools der Browser-Entwicklertools zeigen den LCP direkt an. Im Feld (bei echten Nutzern) liefert der Chrome User Experience Report (CrUX) Werte für ganze Seiten.

Zusammenhang mit anderen Metriken

Zu den Core Web Vitals gehören außerdem INP (Interaktion mit der Seite) und CLS (Layout-Stabilität). Ein schneller LCP allein reicht nicht – auch Reaktionsfähigkeit und springende Layouts zählen. Techniken wie Caching und ein CDN helfen bei allen drei Metriken; PWA-Ansätze mit Service Workern verbessern vor allem wiederholte Besuche.

Verwandte Grundlagen: HTML, CSS, Cache, CDN, Browser.