Die Readiness Probe (englisch für Bereitschaftsprüfung) ist ein Konfigurationsbaustein in der PodSpec eines Kubernetes-Pod. Sie prüft, ob ein Container bereit ist, Anfragen zu empfangen – etwa ob die Anwendung gestartet ist und benötigte Backend-Dienste wie Datenbanken erreichbar sind. Solange die Probe fehlschlägt, bleibt der Pod aus den Endpoints des zugehörigen Service entfernt und bekommt keinen Traffic.

Kein Neustart

Anders als die Liveness Probe löst eine fehlgeschlagene Readiness Probe keinen Neustart aus. Sie entfernt den Pod nur vorübergehend aus dem Lastverteilungs-Pool. Das ist nützlich für Phasen mit hoher Last oder während des Ladens großer Datenmengen: Der Pod bleibt am Leben, nimmt aber keine neuen Anfragen an. Fällt die Probe später wieder erfolgreich aus, wird der Pod automatisch wieder in die Endpoints aufgenommen.

Konfiguration

readinessProbe:
  httpGet:
    path: /ready
    port: 8080
  initialDelaySeconds: 5
  periodSeconds: 10
  failureThreshold: 3

Typische Mechanismen sind wieder httpGet, tcpSocket oder exec – bei einer Webanwendung meist ein HTTP-Endpoint, der auch den Zustand der Abhängigkeiten abbildet. Die Readiness Probe sollte strenger prüfen als die Liveness Probe, etwa ob Backend-Verbindungen stehen.

Verwandte Grundlagen: Kubernetes Deployment, Health Check, Startup Probe.