DisplayPort (DP) ist eine digitale Schnittstelle für Bildübertragung, die von der VESA-Organisation entwickelt wurde. Sie ist an PC-Monitoren und Grafikkarten weit verbreitet und bietet höhere Bandbreiten und flexiblere Funktionen als HDMI — besonders für Gamer und Profis.
Warum DisplayPort?
- Hohe Bandbreite: DisplayPort 1.4 schafft 8K mit 60 Bildern pro Sekunde, DisplayPort 2.1 sogar bis zu 80 Gbit/s (UHBR) für 16K-Auflösungen und hohe Bildwiederholraten.
- Multi-Stream-Transport (MST): Über eine einzige DisplayPort-Buchse lassen sich mehrere Monitore in Reihe schalten (Daisy-Chaining) — vorausgesetzt, die Monitore unterstützen MST.
- FreeSync / Adaptive Sync: Variable Bildwiederholraten verhindern Tearing bei Spielen; die Technik ist fest in DisplayPort verankert.
- eDP für Laptops: Die Embedded-Variante verbindet Mainboard und Displaypanel direkt und spart Platz und Strom.
Versionen im Überblick
- DisplayPort 1.2 (2010): 4K mit 60 Hz, Einführung von MST.
- DisplayPort 1.4 (2016): 8K mit 60 Hz (mit Display Stream Compression), HDR-Unterstützung.
- DisplayPort 2.1 (2022): Bis 80 Gbit/s, abwärtskompatibel, verbesserte USB-Integration.
DisplayPort über USB-C und Thunderbolt
DisplayPort ist als Alt Mode in USB-C integriert: Ein USB-C-Kabel kann dann Bildsignal, Daten und Strom gleichzeitig übertragen. Auch Thunderbolt transportiert DisplayPort-Signale — deshalb genügt oft ein einziges Kabel zum Monitor.
DisplayPort oder HDMI?
Für PC-Monitore mit hohen Bildwiederholraten ist DisplayPort meist die bessere Wahl. HDMI bleibt Standard bei Fernsehern, Konsolen und Heimkino-Geräten. Beide Standards sind über Adapter kompatibel — die volle Bandbreite gibt es aber nur mit dem passenden Kabel und Anschluss.
Praxis-Tipps
- Grafikkarte prüfen: Moderne Grafikkarten haben meist mehrere DisplayPort-Buchsen — die höchste Version steht im Datenblatt.
- Kabelqualität: Für hohe Auflösungen ein zertifiziertes DisplayPort-Kabel der passenden Version verwenden; Billigkabel begrenzen Bandbreite und Stabilität.
- MST-Kette: Beim Daisy-Chaining zuerst den Monitor mit DP-Ausgang, dann die weiteren Geräte in Reihe anschließen.
Verwandte Themen: Motherboard, USB, VRAM.