Ein DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service, deutsch: verteilter Dienstverweigerungsangriff) überflutet einen Server, Dienst oder ein Netzwerk mit einer so großen Menge an Anfragen, dass er für legitime Nutzer nicht mehr erreichbar ist. „Distributed" bedeutet: Der Angriff kommt gleichzeitig von vielen tausend Geräten, oft einem Botnetz aus gekaperten Computern und IoT-Geräten.

Unterschied DoS und DDoS

Beim klassischen DoS-Angriff sendet ein einzelner Rechner die Anfragen — dieser lässt sich leicht blockieren. Ein DDoS-Angriff verteilt den Datenstrom auf zahlreiche Quellen, wodurch IP-Sperren einzelner Adressen wirkungslos werden und die Angriffsbandbreite oft im Bereich von Hunderten Gigabit pro Sekunde liegt.

Häufige Angriffsarten

  • Volumetrische Angriffe: Das Netzwerk wird mit Datenmüll überflutet, bis die Bandbreite erschöpft ist.
  • SYN-Flood: Angreifer senden unzählige Verbindungsaufbau-Pakete, ohne den Handshake abzuschließen — der Server wartet vergeblich auf freie Verbindungen.
  • Application-Layer-Angriffe: Gezielte Anfragen an rechenintensive Funktionen (z. B. Datenbanksuchen), die den Prozessor auslasten.

Schutzmaßnahmen

  • Schutz durch spezialisierte DDoS-Mitigation-Dienste oder CDN-Anbieter, die Angriffsverkehr herausfiltern.
  • Rate-Limiting und Lastverteilung, damit einzelne Schwachstellen nicht den ganzen Dienst lahmlegen.
  • Redundante Architektur und Hochverfügbarkeits-Konzepte.
  • Monitoring zur frühzeitigen Erkennung auffälliger Traffic-Spitzen.

Verwandte Grundlagen: Bot, Firewall, Web Application Firewall, CDN, Cloudflare, Bandbreite.